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Frage: Kann ein Allgemeinstromzähler aich als Sondernutzungseinheit gesehen werden?
Antwort: Ja, sofern dieser Strom ausschließlich den teilnehmenden Parteien zu Gute kommt, kann dieser Stromzähler als Sondernutzungseinheit angesehen werden. ACHTUNG: Für den Allgemeinstrom können jedoch nur 2kWp bzw. 3kWp in Kombination mit einem Speicher gefördert werden.
Frage: Kann eine Wärmepumpe als Sondernutzungseinheit gesehen werden?
Antwort: Ja, sofern die Wärmepumpe ausschließlich den teilnehmenden Parteien zu Gute kommt. Die Wärmepumpe unterliegt den Förderbedingungen einer Sondernutzungseinheit.

0.1  Allgemeine Fragen zur Fördereinreichung

Frage: Wo finde ich den Stromverbrauch meines Hauses?
Antwort: Auf der Jahresstromabrechnung kann der genaue Wert abgelesen werden. Für eine Grobabschätzung kann für einen 2 Personen Haushalt 3.000kWh/Jahr und für einen 4 Personen Haushalt 4.000kWh/Jahr herangezogen werden. Wenn mit Strom geheizt wird (Wärmepumpe, Infrarot oder Nachtspeicherofen) gelten diese Werte nicht.
Frage: Wer ist mein Netzbetreiber?
Antwort: Der Netzbetreiber kann in der Regel von der Stromrechnung abgelesen werden. Ist der Netzbetreiber nicht ersichtlich, ist die Kontaktaufnahme mit der Gemeinde oder mit dem Stromlieferanten zu empfehlen. Auch eine Recherche im Internet lohnt sich in den meisten Fällen.
Frage: Wie kann ich meinen Strombedarf mit effizienten Geräten senken?
Antwort: Moderne Haushaltsgeräte sind in der Regel um ein Vielfaches effizienter als Altgeräte, die bereits älter als 10 Jahre sind. Elektrogeräte sind immer mit einem Energielabel versehen. Dieses gibt Auskunft über Normstromverbrauch im Jahr.

1.  Photovoltaik Gemeinschaftsanlagen (GA)

Frage: Meine Schritte zur Fördereinreichung
Antwort: Für die Einreichung ist das Erstellen eines Benutzerkontos (Menüpunkt Login) erforderlich. Nachdem Sie sich eingeloggt haben, wählen Sie den gewünschten Förderantragstyp aus. Geben Sie Ihre Daten im Online-Formular ein und schließen Sie die Dateneingabe ab. Danach können Sie Ihr „Einreich-Dokument“ erstellen. Das Einreich-Dokument ist auszudrucken und unterschrieben im Menüpunkt „Einreichunterlagen“ wieder hochzuladen. Zusätzlich zur Dateneingabe, müssen die laut Ausschreibung zur Förderung notwendigen Unterlagen hochgeladen werden. Dies erfolgt im Menüpunkt „Einreichunterlagen“. Nach Abschluss der Dateneingabe und nach vollständigem Hochladen aller erforderlichen Unterlagen, kann die Einreichung abgesendet werden. Das Datum, an dem die Einreichung abgesendet wurde, gilt als Datum des Förderantrages.
Frage: Was ist ein Prüf- und was ein Anlagenbuch?
Antwort: Das Prüf- und Anlagenbuch wird bei der Abnahme, also nach Fertigstellung der Anlage, an den/die EigentümerIn übergeben. Im Prüf- und Anlagenbuch sind alle relevanten Informationen zur installierten Anlage ersichtlich. Eine Vorlage des Prüf- und Anlagenbuches finden Sie auf https://www.umweltfoerderung.at/
Frage: Können je Wohneinheit auch mehr als 2kWp bzw. 3kWp mit Speicher gebaut werden?
Antwort: Ja! Förderbar sind jedoch nur 2kWp bzw. 3kWp bei Installation eines Speichers.
Frage: Welche Mindestinhalte sollte ein Betriebs- und Errichtungsvertrag beinhalten?
Antwort: Die Mindestinhalte sind im Elektrizitätswirtschafts- und –organisationsgesetz 2010 unter §16a Ziffer (4) zu finden. Link: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20007045
Frage: Können Hotels oder Beherbergungsbetriebe um eine Förderung ansuchen?
Antwort: Nein, Hotels und Beherbergungsbetriebe können nicht einreichen, da diese nur eine Nutzungseinheit darstellen. Es müssen mindestens 3 Wohn- oder Sondernutzungseinheiten an derselben gemeinschaftlichen Leistungsanlage angeschlossen sein, um einen Förderantrag stellen zu können.
Frage: Können verschiedene Unternehmen für die Planung und die Errichtung beauftragt werden?
Antwort: Ja, die Planung und die Errichtung der PV-Gemeinschaftsanlage kann von verschiedenen Firmen durchgeführt werden. Die jeweilige Befugnis muss nachgewiesen werden.

1.2  Technisch/Wirtschaftliche Fragen

Frage: Was sind meine laufenden Kosten?
Antwort: Ca. 100€/Jahr für Wartung, Versicherung. Der Wechselrichtertausch nach 10 Jahren sollte auch berücksichtigt werden.
Frage: Kann ich mein e-Auto mit PV-Strom aufladen?
Antwort: Ja, sofern eine entsprechende Ladeinfrastruktur vorhanden ist, kann jedes E-Auto entweder direkt bei der Stromerzeugung durch die Photovoltaikanlage oder aus dem Stromspeicher beladen werden.
Frage: Auf welchen Flächen kann eine PV-Anlage montiert werden?
Antwort: Auf dem Dach, der Fassade oder freistehend auf einer Tragkonstruktion. Bitte immer die Verschattung der Module beachten. Verschattungsfreiheit ist sehr wichtig.
Frage: Was bedeutet „kWp“ bei PV-Anlagen?
Antwort: Das ist die Nennleistung der Photovoltaikanlage unter der Annahme von Standard-Testbedingungen. Also der maximal zu erzielende Ertrag je Anlage bzw. Modul.
Frage: Wie groß muss die Dachfläche sein?
Antwort: Für 1 kWp eine Fläche von 7-10 m²
Frage: Ist meine Dachfläche geeignet für PV?
Antwort: Nicht beschattete Flachdächer eignen sich in der Regel immer für die Installation einer Photovoltaikanlage, da hier die Module freistehend auf einer Tragkonstruktion angebracht werden können. Für geneigte Dachflächen sind Süd-West-, Süd- und Süd-Ost-Ausrichtungen optimal. Online auf http://www.umwelt.steiermark.at/cms/ziel/99088222/DE/ dem Photovoltaikkataster Steiermark können Sie ihr Objekt mit Adresse suchen und Ihre potentiellen Flächen werden angezeigt.
Frage: Wie groß muss meine PV-Anlage sein?
Antwort: Um eine größtmöglichen Eigenverbrauchsanteil zu erreichen sind folgende Anlagengrößen ein Anhaltspunkt: Ein-/Zweifamilienhäuser: 3-5k Wp Mehrfamilienhäuser: 1,5-2 kWp/WE
Frage: Was kostet meine PV-Anlage?
Antwort: Bei Anlagen zwischen 3 und 5 kWp kann man mit ca. 1600 €/kWp netto mit Installation rechnen. Bei größeren Anlagen kann der kWp-Preis noch darunterliegen.
Frage: Was ist die Lebensdauer einer PV-Anlage?
Antwort: Monokristalline Zellen: ca. 30 Jahre Polykristalline Zellen: bis zu 25-30 Jahre
Frage: Wie hoch sind die Erträge meiner PV-Anlage?
Antwort: Der Ertrag ist abhängig von der Ausrichtung, der Verschattung und dem Wirkungsgrad der Anlage. Eine Photovoltaikanlage in unseren Breitengraden liefert ca. 900-1.100 kWh/kWp im Jahr. Dies ist abhängig von der Ausrichtung und dem Aufstellwinkel sowie der Verschattung und dem Verschmutzungsgrad der Anlage.
Frage: Welche PV-Modularten gibt es?
Antwort: • Monokristalline Zellen, hoher Wirkungsgrad, sehr robust und wenig störanfällig, gut für kleine Flächen, teuer, lange Lebensdauer (bis zu 30 Jahre) • Polykristalline Zellen, guter Wirkungsgrad, billig in Herstellung, oft Verwendet, lange Lebensdauer (bis zu 30 Jahren) • Amorphe Zellen, sehr geringer Wirkungsgrad, sehr günstig, kaum Anwendung
Frage: Wie erhöhe ich meinen Eigenverbrauchsanteil?
Antwort: Durch Eigenverbrauchsoptimierungen kann der Eigenverbrauch gesteigert werden. Dies bedeutet, dass in Zeiten, in denen die Anlage viel Strom erzeugt – die Sonne scheint auf die Module – Geräte auch zeitgleich den Strom verbrauchen. Dies kann durch programmierbare Steckerleisten oder ansteuerbare Geräte sichergestellt werden. Weiters sollte, falls für Sie zutreffend, die elektrische Warmwassererzeugung zu diesen Zeiten erfolgen. Zusätzlich dazu kann der Eigenstromanteil durch einen Energiespeicher bei guter Dimensionierung um ca. das doppelte erhöht werden (von ca. 30% auf bis zu 60%) Der Speicher macht es möglich, dass der Strom genau dann genutzt werden kann, wenn er gebraucht wird. Beispielsweise in den Abendstunden.
Frage: Wie funktioniert ein Energiespeicher
Antwort: Unter einem Stromspeicher kann man sich eine größere Batterie vorstellen, die wie ein Akku geladen und entladen werden kann. Erzeugt die PV-Anlage Strom und ist der Strombedarf des Haushalts gedeckt, wird der Speicher beladen. Erst wenn der Speicher vollständig aufgeladen ist, wird der zur Verfügung stehende überschüssige PV-Strom in das Netz gespeist.
Frage: Warum Energiespeicher?
Antwort: Es ist wirtschaftlicher den eigenen produzierten Strom selbst zu verbrauchen, als ihn einzuspeisen. Zudem ist man unabhängig vom Stromnetz und hat eine garantierte Energieversorgung im Falle eines Blackouts.
Frage: Welche Arten von Energiespeichern gibt es?
Antwort: Im Wesentlichen gibt es für den Einsatz im Haushalt zwei Speichermedien: • Lithium-Ionen Speicher • Lithium-Eisenphosphat • Bleispeicher
Frage: Wie dimensioniere ich meinen Energiespeicher optimal?
Antwort: Speicherkapazität / PV-Leistung / Jahresstromverbrauch = 1 kWh/kWp/MWh. Bei einem Gebäude mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 kWh und einer PV-Anlage mit einer Stromerzeugung von 4.000 kWh ergibt sich eine optimale Speichergröße von 4.000 Wh also 4 kWh Nettospeicherkapazität. Aus wirtschaftlichen Gründen rechnet es sich nicht, den Speicher deutlich zu vergrößern.
Frage: Was kosten Energiespeicher?
Antwort: Für Lithium-Batterien mit ca. 1.900 €/kWh Nutzkapazität netto ohne Installation Für Blei-Batterien mit ca. 1.400 €/ kWh Nutzkapazität netto ohne Installation
Frage: Was sind die Lebensdauern von Energiespeichern?
Antwort: Lithium-Ionen Speicher ca. 20 Jahre bzw. 6.000-8.000 Zyklen (Be-/Entladezyklen) Bleispeicher: ca. 15 Jahre bzw.
Frage: Wo kann der Energiespeicher stehen?
Antwort: Energiespeicher und Wechselrichter sind meist im selben Raum angeordnet. Es gelten die gleichen Anforderungen wie beim Wechselrichter.
Frage: Was ist ein Wechselrichter und wofür brauche ich ihn?
Antwort: Österreichische Haushalte werden vom Netzversorger mit Wechselstrom beliefert. Die PV-Anlage erzeugt Gleichstrom, der mittels Wechselrichter in für den Haushalt nutzbaren Wechselstrom umgewandelt wird. Er übernimmt außerdem die Anlagenregelung, Netzüberwachung und Netzeinspeisung sowie das Aufzeichnen von Batteriedaten.
Frage: Wo kann der Wechselrichter stehen?
Antwort: Wechselrichter und Energiespeicher sind meist im selben Raum angeordnet. Der Raum sollte kühl, gut belüftet und trocken sein. Weiter hat der Wechselrichter eine nicht zu vergessende Geräuschkulisse, die bei der Standortwahl eine Rolle spielen sollte. Der Abstand zum Eispeisezähler und zu den PV-Modulen sollte auch so gering wie möglich sein, wobei die Nähe zum Einspeisezähler ausschlaggebender sein sollte. Folglich bieten sich für die Montage Aufstellungsorte wie Kellerräume oder eine kühle Garage an. Nicht gewählt werden sollten Standorte wie Räume unter dem Dach, ein warmer Heizungsraum oder Orte mit direkter Sonneneinstrahlung.
Frage: Was ist die Lebensdauer eines Wechselrichters?
Antwort: Ca. 10 Jahre
Frage: Brauche ich auch einen Wechselrichter, wenn ich einen Energiespeicher verwende?
Antwort: Ja, nur durch den Wechselrichter wird der von der PV-Anlage erzeugte Gleichstrom in für den Haushalt nutzbaren Wechselstrom umgewandelt.

1.3  Rechtliche Fragen

Frage: Was ist eine „natürliche Person“ bzw. „juristische Person“?
Antwort: Das Recht unterscheidet zwischen natürlichen und juristischen Personen. Jeder Mensch gilt als "natürliche Person" und ist Träger von Rechten und Pflichten ("Rechtssubjekt"). Eine juristische Person entsteht im Gegensatz zu einer natürlichen Person durch einen Rechtsakt (z.B. Gründung eines Vereins oder einer GmbH etc.) und kann aufgrund gesetzlicher Anerkennung rechtsfähig und somit Träger von Rechten und Pflichten sein. Beispiele von juristischen Personen: Verein, Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), Genossenschaft, Aktiengesellschaft, etc.
Frage: Definition KMU und Kleinstunternehmen
Antwort: Sofern es sich bei dem/der Förderwerber/In um einen Unternehmen handelt, geben Sie bitte bekannt, ob Ihr Unternehmen den Definitionen der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen nach der Empfehlung der Kommission 2003/361/EG vom 06. Mai 2003 entspricht (siehe Definition und Schwellenwerte im ANHANG des Dokumentes).